Im
traditionellen chinesischen Arzneimittelbuch sind die Blätter des
Ginkgo biloba als äußerst zuträglich für die Verbesserung der Gehirnfunktionen
verzeichnet. Heute wird in Europa und Asien der Extrakt aus den Blättern
des Ginkgo biloba hergestellt, der in der Behandlung von Herz-, Kreislauf-
und Augenerkrankungen zur Anwendung kommt. In zahlreichen klinischen
Studien konnte nachgewiesen werden, daß der Extrakt die Durchblutung
der Hirnperipherie verbessern und damit positiv auf das Kurzzeitgedächtnis
und die Lernfähigkeit wirken kann.
In vitro
wurde seine antioxidierende Wirkung zum Schutz der Neuronen und eine
Verlangsamung von Arterienverkalkung nachgewiesen. Auch wurde bei
einigen Personen eine Verbesserung bei Tinnitus (Ohrgeräusche) festgestellt.
Es wird angenommen, daß die pharmakologische Wirkung auf das Zusammenwirken
einer ganzen Reihe aktiver Substanzen zurückzuführen ist: Bioflavonoide,
Flavone, organische Säuren und insbesondere das in Ginkgo, den Ginkgoliden
und Bilobaliden vorhandene Lacton. In der Regel ist die Einnahme von
Ginkgo ohne Nebenwirkungen. Jedoch in 0,1% der Fälle wurden leichte
Magenbeschwerden beobachtet. Die Untersuchungen der letzten 25 Jahre
und die lange Anwendungsgeschichte dieser Pflanze durch den Menschen
reichen aus, die Unbedenklichkeit der Einnahme von Ginkgo biloba zu
belegen. Das Extrakt sollte jedoch nicht zusammen mit synthetischen
Antikoagulantien (wie z.B. Warfarin) eingenommen werden.